mongolia

Nach achtstündiger Wartezeit an der russisch-mongolischen Grenze sind wir in der Hauptstadt Ulan Bator angekommen. In Russland kannten wir noch jeden Touristen mit Vor- und Nachnamen, hier wimmelt es nur so von Franzosen, Holländern und Deutschen. Wir entschieden uns, mit drei sehr sympatischen original-Hippies (diese hätten sich schon anno 1980 beim Hitchhiking durch die Sahara treffen können, oder auch anno 1985 beim Opiumrauchen in Vietnam, oder vielleicht auch letzten Sommer in einem Nudistencamp…), einem kochenden Guide und einem Fahrer, in 16 Tagen die Wüste Gobi und die Acht Seen Region zu erkunden.

Ausserhalb von Ulan Bator gibt es nur wenige Städte und kaum befestigte Strassen, letzteres sehr zur Freude von unserem Fahrer. Dieser drosselte jeweils auf den asphaltierten Strassen das Tempo, weil er sich diese nicht gewohnt war. Übernachtet und gegessen haben wir oft in Jurten. Wenn es draussen zu stark windete, um das Essen zuzubereiten, haben wir jeweils spontan bei einer Jurte angeklopft und gefragt, ob wir bei ihnen kochen dürften. Obwohl wir diese Familien nicht kannten, haben sie immer zugestimmt und uns herzlich empfangen. Interessanterweise gibt es in jeder noch so abgelegenen und bescheidenen Jurte einen Fernseher mit Satellitenempfang, betrieben mit Solar- oder Windenergie.

Auf dem Programm stand unter anderem ein vier Tage langer Pferdetrek. Gleich bevor es losging, wurde der tierfreundliche Severin von einem gastfeindlichen Hund in das Handgelenk gebissen. Der Schreck war gross, doch der Biss wurde zum Glück von zwei Pullovern ein wenig gedämpft. Als ob das nicht genug wäre, fiel Severin am nächsten Tag gleich zwei Mal von seinem halbwilden Pferd. Danach war es mit der Tierliebe endgültig vorbei und wir genossen das Ziegen-, Schaf-, Yak- und Kamelfleisch umso mehr (leider servierten sie weder Hunde-, noch Pferdefleisch…).

Der typische mongolische Menüplan für die ganze Woche sieht in etwas so aus: Montag: Reis mit getrocknetem Fleisch, Dienstag: Nudeln mit getrocknetem Fleisch, Mittwoch: Reis mit getrocknetem Fleisch, evt. mit Kartoffeln, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag: dito. Gemüse wird konsequent ignoriert, auch wenn es von unserer touristenfreundlichen Köchin zubereitet wird und auf ihrem Teller liegt…

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